Sozial ausgerichtete Marktwirtschaft versus Raffgierige Antisoziale Monopolwirtschaft

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black_vs_white_by_drowzWir befinden uns in einem Paradigmawechsel, d.h. einem Wechsel von einer vorherrschenden Philosopie, wie man die Wirtschaft betreiben sollte zu einer neuen Philosophie. Ich nenne die alte RAM, die neue SAM. SAM sollte schleunigst RAM ablösen, wenn wir die kommende Zusammenbruchskrise des Systems im Westen überstehen wollen.

SAM und RAM lassen sich definieren als Sozial ausgerichtete Marktwirtschaft versus Raffgierige Antisoziale Monopolwirtschaft.

SAM wurde in der Schweiz entwickelt, kann auch als die „Schweizer Schule der Wirtschaftslehre“ bezeichnet werden, denn in der Schweiz gilt das Motto „Leben und leben lassen“, d.h. man erfreut sich seines Wohlstandes und gönnt diesen auch den Mitmenschen, weshalb man nicht nach dem billigsten Angebot greift, sondern im eigenen Ort oder in der Region einkauft, wohlwissend, dass man „draussen“ günstiger einkaufen könnte. In den Nachbarländern gilt dagegen noch das Motto „Geiz ist geil“, d.h. man drückt die Preise und die Löhne und zerstört damit den Wohlstand für sich und andere. Natürlich gibt es auch in der Schweiz RAM-Betriebe, insbesondere internationale Konzerne und Grossbetriebe, die nach einer Monopolstellung streben. Und natürlich gibt es auch z.B. in Deutschland KMU-Unternehmer, die der christlichen Nächstenliebe verpflichtet sind. SAM ist weder eine Schweizer Erfindung, noch meine eigene Erkenntnis: ich habe nur in meinen über 40 Jahren Teilnahme an der Wirtschaft diese beiden widerstrebenden Philosophien SAM und RAM beobachtet und viel Literatur dazu studiert und trage hier die Erkenntnisse für meine Zielgruppe Unternehmer zusammen, damit diese es einfacher haben, ihre Ziele zu erreichen und ihren Beitrag dazu zu leisten, begehrenswerte Arbeitsplätze und Produkte oder Dienstleistungen zu produzieren.

Denn bisher wird an den Berufsschulen und Universitäten nur eine Wirtschaftslehre gelehrt: die des RAM, des Ellenbogen-Egoismus und Raubtierkapitalismus. Man findet die SAM-Lehre dagegen nur vereinzelt in Büchern und Lehrgängen von Autoren und Organisationen, die leider noch nicht zum Mainstream gehören. In der Regel besteht die SAM-Literatur auch nur aus einzelnen, unverbundenen Puzzelsteine. Ich versuche mit meinem Lehrgang erstmalig der breiten Oeffentlichkeit ein umfassendes Bild der Sozial-angewandten-Marktwirtschaft zu bieten. Wobei ich darunter keine hochtrabende Theorie verstehe, sondern ganz praktische Arbeitswerkzeuge für den unternehmerischen Alltag: eine Zusammenstellung von Checklisten, Tabellen, Datenbanken, Policy, Prozessen und ggfs. auch Empfehlungen geeigneter Software. Meine Zielgruppe dabei sind in erster Linie Unternehmer von KMUs, auch Selbständige und Freiberufler, wobei auch internationale Grosskonzerne ihren Nutzen daraus ziehen könnten, jedoch sind diese Dinosaurier viel zu träge, sich ohne grosse Not zu ändern. Sie werden meisst von BWLern regiert, von MBAs, die in Ignoranz der von mir aufgezeigten Zusammenhänge ausgebildet wurden. Diese treiben Firmen erst dann in den Zusammenbruch, wenn ein von BWL unbeleckter Gründer, der seine Firma zum Erfolg geführt hatte, angesichts seiner „mangelnden Kenntnisse der Wirtschaftslehre“ Unterstützung von BWLern anfordert und ihnen das Steuer der Firma übergibt.

Dies habe ich oft genug selbst beobachtet, denn in meinen 40+ Jahren Berufserfahrung habe ich sowohl in Grossbetrieben als auch in KMUs gearbeitet und in meinen 35 Jahren Selbständigkeit hatte ich sowohl KMUs als auch Grossbetriebe als Kunden und dadurch einen tiefen Einblick in das Management und die geschäftliche Entwicklung erlangen können.

Einem BWLer seine Firma anzuvertrauen ist etwa genauso „intelligent“, wie seine Gesundheit einem Schulmediziner anzuvertrauen. Beide spielen sich als Fachleute über ein Fachgebiet auf, dessen Grundlage sie gar nicht verstanden haben. Genauso wie die Schulmedizin ausgehend von der Pathologie (dem Studium von Leichen) glaubt, den lebendigen Körper verstehen zu können, reduziert die BWL Firmen auf ihren materiellen Wert und erkennt nicht die Lebenskraft (oder den Mangel davon) in ihnen. Wir haben es mit einem lebendigem Organismus zu tun! Sowohl beim menschlichen Leib, als auch beim Betrieb. Und seine Gesundheit wird im wesentlichen vom Charakter seiner Lebenskraft bestimmt, das körperliche ist sekundär und folgt dem Geiste. Seinem Betrieb flösst der Unternehmer und sein Team Geist ein. Mehr oder weniger. Denn mit einer Geiz-ist-Geil-Haltung wirkt er eher destruktiv. Mit einer sozialistischen Einstellung der Mitarbeiter wird auch die Lebenskraft des Unternehmens abgegraben. „Geben ist seeliger denn Nehmen“ ist nicht nur ein christliches Motto, sondern auch eine tiefsinnige Erkenntnis eines erfolgreichen Unternehmens.

Den Wert eines Unternehmens durch seine Bilanz auszudrücken ist genauso ignorant, wie wenn man den Wert eines Menschen in kg Fleisch und Knochen ausrechnet. Der Wert eines Menschen wird im allgemeinen daran gemessen, wie sehr er anderen helfen kann. Das könnte auch der Wert eines Unternehmens sein. Stattdessen neigt die BWL dazu, das Gegenteil zu behaupten: Der Wert eines Unternehmen erkennt man an seinem jährlichen Profit, d.h. seinem Potential Geld aus seiner Umgebung herauszuziehen, seine Mitarbeiter schlechter zu bezahlen, seine Kunden billiger zu beliefern, seine Umwelt zu missachten, seine Konkurrenten nieder zu machen. Möglichst eine Monopolstellung zu erlangen, in der es überhaupt nicht mehr den Marktregeln von Angebot und Nachfrage, von Geben und Nehmen unterliegt, so dass man schliesslich idealerweise nur noch Nehmen kann ohne irgendetwas wertvolles geben zu müssen.

Damit sage ich nicht, dass das Einkommen für einen Menschen oder für ein Unternehmen belanglos ist. Natürlich benötigen beide ein Einkommen und verdienen sogar Wohlstand und Reichtum, wenn dieses durch eine gute Leistung an Andere erworben wird. Aber das Einkommen oder der Profit (das Nehmen in der Gleichung „Geben ist seeliger denn Nehmen“) ist sekundär, darauf sollte nicht die Aufmerksamkeit gelegt werden. Denn dann zerrt man am Nehmen, statt sich auf seine besten Fähigkeiten zu konzentrieren, was man wertvolles Geben kann. Menschen und Unternehmen, die sich darauf konzentrieren, wie sie dienen können, was sie nützliches produzieren können, werden quasi „automatisch“ Erfolg haben. Das behauptet jedenfalls das Karma-Gesetz, im Westen genannt das „Gesetz von Ursache und Wirkung“. Christlich formuliert: „Man erntet was man säht“.

Das vom Materialismus begeisterte Sowjet-Imperium ist ca. 1990 bankrott gegangen und hat aufgegeben. Momentan ist der materialistische Westen bankrott, hat es nur noch nicht zugegeben, schlittert geradewegs in seine Zusammenbruchskrise. Die USA hat eine negative Handelsbilanz von 2 Mrd $ pro Tag! Der US-Staat 30 Billionen $ Schulden, davon wurde die Hälfte allein in den letzten 8 Jahren unter Obama angehäuft. Sie sind bankrott. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis produktive Länder (z.B. BRICS) sich nicht mehr mit Fiat-Money (gedruckte USD ohne realem Gegenwert) bezahlen lassen wollen, sondern für ihre Exporte von den USA reelle Gegenwerte verlangen. Und die Massenmedien beklagen die Insolvenz der Südeuropäer! Ha! Das sind dagegen Peanuts. Der US-Bankrott wird die Welt in einen Zusammenbruch treiben, wir benötigen zügig den Paradigmawechsel vom RAM zum SAM.

Darum sollte sich jeder Wirtschaftsteilnehmer zügig der anstehenden Lage stellen und sich durch einen SAM-Fernkurs fortbilden, um den kommenden Anforderungen gewachsen zu sein. Denn Gefahr erkannt, Gefahr gebannt. Wer flexibel ist und sich auf die Entwicklung einstellt wird daraus erfolgreich hervorgehen können. Das chinesische Schriftzeichen für Krise besteht aus zwei Symbolen: Gefahr und Chance. Und so ist die kommende Gefahr eine Chance für diejenigen, die sie ergreifen können.

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